Die Kolumne


Wir schreiben den 8. Mai 2020. Wie so viele andere zwingt Corona seit einigen Wochen auch mich in die Knie. Als ich letztes Jahr mit dieser Website gestartet bin, dachte ich: Ein Blog ist unnötig. Ich schreibe bereits immer mal wieder für verschiedene andere Seiten und um so ein Format regelmäßig zu füllen, habe ich einfach keine Zeit. Nun habe ich Zeit. Und seit ich den Gedanken gefasst habe, hier ein wenig Informatives und Inspiratives, Erhellendes und Nachdenkliches und ein paar Geschichten aus dem Leben niederzuschreiben, hebt sich meine Stimmung und die Ideen sprudeln.

Liebe Leserin und lieber Leser,
in dieser Kolumne erlaube ich mir, dich zu duzen. Da auch ich hier aus meiner persönlichen Perspektive schreibe und nicht aus meiner Rolle als Coach und Moderatorin, sei es mir erlaubt. Ich hoffe, die Artikel sind eine willkommene Abwechslung für dich in dieser herausfordernden Zeit und vielleicht auch darüber hinaus.


Vom Guten im Menschen

Oder: Theorie Y forever!

Die letzten sieben Jahre meines Lebens habe ich in der Dortmunder Nordstadt gewohnt. Die Nordstadt hat ja nicht den allerbesten Ruf. Als ich damals nach dem Studium dort in eine WG zog, dachte ich noch: Alles massiv übertrieben! Dass am Gerede doch ein bisschen was dran war, dämmerte mir, als mir in der ersten Woche der Fahrer meines Taxis sagte: "Warum um Himmels Willen sind Sie denn hierhin gezogen? Sie wirken doch ganz vernünftig…" Ab diesem Punkt machte ich mir mehr Gedanken, kaufte mir ein akustisches Signal für den Notfall und hielt mich an eine Strategie, die ich in meiner gesamten Nordstadt-Zeit gefahren bin und mir bis heute beibehalten habe: Konsequent an das Gute im Menschen zu glauben... [weiterlesen]

Vom Spiel

Oder: Der schmale Grat zwischen Widerstand und Wissenserwerb

"Und jetzt steh’n wir mal alle auf und machen ein Sp…" Bitte nicht sagen! Das böse S-Wort ist das absolute Unwort im Training und hat manchmal heftige Reaktionen zur Folge – gerade, wenn die TeilnehmerInnen stark mit ihrer Rolle verbunden sind: Da kommt man als TrainerIn mit Augenrollen und leidenden Seufzern noch ganz gut weg. Selbst in meinen eigenen Train the Trainer-Seminaren gebe ich den TeilnehmerInnen immer mit, besser Übung oder gar nichts zu sagen, sondern einfach zu machen. Spiel löst einfach viel zu viele Widerstände aus. Dabei gibt es kaum etwas Besseres! Spielen eröffnet das Experimentier- und Lernfeld: Im Spiel kann ich mich ausprobieren... [weiterlesen]

Vom Feedback

Oder: Gedanken-Geschenke für ein wertschätzendes Miteinander

Wenn ich zurückblicke, liegen die Ursprünge meiner heutigen beruflichen Tätigkeit ganz klar in der Jugendarbeit – insbesondere in einem Gruppenleitergrundkurs, an dem ich 2004 bei der Evangelischen Jugend in Hameln-Pyrmont teilnahm. In diesem Kurs lernte ich das erste Mal die Methoden und Themen kennen, die ich heute selbst anwende und im Training an andere Menschen weitergebe. Die für mich eindrucksvollste Technik, die ich damals als Jugendliche kennenlernte, war das Feedback. Feedback – die Rückmeldung, die Rückkopplungsschleife in der Kommunikation, die es möglich macht, dass wir einen kleinen Blick in die Gedankenwelt des anderen werfen können... [weiterlesen]


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